SCHLIESSEN


Grundwasserschutz

Die WRRL verpflichtet die Mitgliedstaaten, das Grundwasser zu schützen, zu verbessern und zu sanieren und den "guten Zustand" bis 2015 zu erreichen.

Zum vorsorglichen Schutz des Grundwassers sind direkte Einleitungen in das Grundwasser verboten. Für bestimmte Stoffe - bisher Nitrat, Pflanzenschutzmittel und Biozide - wurden Umweltqualitätsnormen festgelegt. Für dauerhaft steigende Schadstoffkonzentrationen im Grundwasser muss - auch unterhalb der Normen - eine Trendumkehr der Entwicklung sichergestellt werden. In einer Tochterrichtlinie werden das europäische Parlament und die Kommission die Details zum guten chemischen Zustand festlegen.

In Bezug auf den "mengenmäßigen Zustand" ist eine ausgewogene Bilanz zwischen Entnahme und natürlicher Grundwasserneubildung das Ziel.

Die Gewässerbewirtschaftung soll unter Berücksichtigung der wechselseitigen Abhängigkeit von Grundwasser und Oberflächengewässern integriert erfolgen. Damit wird berücksichtigt, dass z.B. ein großer Teil der Nährstoffbelastung in Fließgewässern über das Grundwasser erfolgt, Grundwasserabsenkungen die Fliessgewässer beeinflussen können bzw. auch Maßnahmen zum Gewässerausbau auf den Grundwasserstand wirken.