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Prioritäre Stoffe

Die Einleitung bestimmter, sogenannter prioritärer Schadstoffe soll europaweit durch einheitliche Emissions- und Immissionswerte weitgehend reduziert bzw. gänzlich eingestellt werden. Als gefährlich gelten Stoffe, die toxisch und nicht abbaubar (persistent) sind und sich anreichern - und damit besonders für die Meeresumwelt schädlich sind. Diese Substanzen werden entsprechend ihres Risikopotenzials ein-gestuft und in einer Liste der "prioritären Stoffe" geführt.

Die EU-Kommission hat eine Liste von 33 "prioritären Stoffen" vorgeschlagen, die bestimmte Schwermetalle, Pflanzenschutzmittel und Industriechemikalien umfasst. 11 dieser Stoffe wurden als "prioritär gefährlich" eingestuft. Die Einleitung sowie Emissionen und Verluste solcher Stoffe sind in 20 Jahren gänzlich einzustellen. Das Europäische Parlament und der Rat werden noch spezifische Maßnahmen zur Bekämpfung der Wasserverschmutzung durch "prioritäre Stoffe" erlassen.

Für die übrigen Schadstoffe von nicht unbedingt europaweiter Bedeutung müssen die Staaten selbst Umweltqualitätsnormen festsetzen, wenn diese Stoffe in einem ihrer Gewässer eine signifikante Verschmutzung hervorrufen.